Mit einer Glyx-Tabelle kann man die einzelnen Nahrungsmittel besser einordnen
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Während in den letzten 30 Jahren die Ernährungswissenschaftler den Menschen stets geraten haben, möglichst viele komplexe Kohlenhydrate in den täglichen Speiseplan einzubauen, geht der aktuelle Trend eher weg davon. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Formen von Ernährungsmethoden, bei denen die Kohlenhydratzufuhr weitestgehend gedrosselt wird. Alternativ wird den Menschen empfohlen, mehr proteinreiche Lebensmittel und gesunde Fette zu verzehren. Generell rechnet man pro Kilogramm Körpergewicht mit einer täglichen Eiweißzufuhr von 1,2 bis 1,4 Gramm. Damit werden nicht nur essenzielle Aminosäuren aufgenommen, sondern auch eine langwierige Sättigung erzielt. Diesen Anspruch erfüllt auch die sogenannte Glyx-Diät. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine moderne Ernährungsweise, die darauf abzielt, dass man gerade hinsichtlich des Kohlenhydratverzehrs besonders sorgsam die Lebensmittel aussucht.
Pauschal wird jedem Nahrungsmittel ein glykämuscher Index, auch GI genannt, zugeordnet. Dieser orientiert sich an dem Maßstab des Traubenzuckers, welcher bei dem Wert 100 liegt. Je höher der Wert ausfällt, umso höher fällt auch der Anstieg des Blutzuckerspiegels aus, welcher wiederum für eine vermehrte Ausschüttung des Bauchspeichelhormons Insulin sorgt. GI-Werte von unter 50 gelten als positiv. Zwischen 50 und 70 befinden sich mittlere Werte und über 70 ist nicht gerade der Gesundheit zuträglich. Wer als Übergewichtiger auf seine Ernährung achten möchte, der kann eine Tabelle anfertigen, in der sämtliche Kohlenhydrate aufgelistet werden, und zwar nach ihrer für den Organismus zu erwartenden Insulinausschüttung. Somit kann man ganz gezielt Lebensmittel kaufen, die nur wenig zum Blutzuckeranstieg beitragen. Denn je mehr Insulin im Blut schwimmt, umso schwerer ist es für den betroffenen Menschen, Fett abzubauen. Es wird vielmehr weiteres Fett in die bereits vorhandenen Fettspeicher aufgenommen, was letztlich zu noch mehr Übergewicht führt.
Der GI kann als Anhaltspunkt für eine kohlenhydratarme Ernährung herhalten. Im Gegenzug gewinnt der Abnehmende seine Nährstoffe hauptsächlich aus Proteinen, wie z. B. Fisch, Fleisch, Geflügel und Milchprodukten. Es sind auch Gemüse und Obst erlaubt, wobei man hier darauf achten sollte, dass man die stärkearmen Sorten verwendet. Der Glyx wurde ursprünglich im Jahre 1980 entdeckt, und zwar im Rahmen einer Studie für Diabeteskranke. Diese sollten gezielt ihren Blutzuckerspiegel dadurch beeinflussen können, dass sie ihre Ernährungsgewohnheiten systematisch und auch auf lange Sicht konstant halten konnten. Der GI spielt auch bei anderen modernen Ernährungsmethoden eine entscheidende Rolle, wenngleich er dort nicht explizit erwähnt wird. So kann man z. B. bei der Logi-Methode oder bei der Ätkins-Diät sehr viele inhaltliche Übereinstimmungen feststellen, gerade im Bezug auf den Kohlenhydratverzehr. Wer weiß, in welchen Lebensmitteln gute und in welchen eher schlechte Zuckermoleküle versteckt sind, der wird auch entsprechend umsichtig seine Einkäufe erledigen. Vor allem raffinierte und industriell verarbeitete Produkte enthalten oftmals größere Mengen an Stärke, Glukose, Fruktose oder Saccharose. Herbei handelt es sich um Zucker, der wiederum dafür verantwortlich ist, dass der Blutzuckerspiegel zu schnell, nach oben schießt.
Dez10
